Alltagsintegrierte Sprachbildung

Alltagsintegrierte Sprachbildung in der Kita Rappelkiste e.V.

 

Seit dem 01.August.2014 ist das KiBiz-Änderungsgesetz in NRW in Kraft getreten. Dieses regelt eine Neuausrichtung der Sprachförderung im Elementarbereich. Es handelt sich um eine verstärkt in den Alltag integrierte Sprachbildung und Beobachtung für alle Kinder.

Das heißt, dass sich die pädagogischen Fachkräfte in allen Situationen zu allen Kindern sprachfördernd verhalten.

Dies ist für jedes Kind abgestimmt:

·        Unter Berücksichtigung der Entwicklung

·        Auf das Verhalten

·        Auf die Kommunikationsformen

·        Auf den Alltag/ Interessen des Kindes

 

Hierbei ist es wichtig, keine künstlich erzeugte Situation zu schaffen, sondern den Alltag zu nutzen, um verschiedene Sprach- und Kommunikationsanlässe zu schaffen. Die Alltagsintegrierte Sprachbildung beginnt bei der Begrüßung und zieht sich durch den gesamten Tag durch, z.B. beim Frühstück, im Freispiel, bei Angeboten bis hin zur Verabschiedung.

 

Die Erzieherinnen der Kita Rappelkiste sind darin geschult, die Kinder immer wieder zu motivieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu entwickeln.

 

Die Beobachtungen werden in der Kita Rappelkiste im „BaSiK-Bogen“ von Renate Zimmer festgehalten. Dies bietet ein strukturiertes Verfahren an, das die sprachliche Kompetenz von Kindern von 0-6 Jahren erfasst und dokumentiert. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Beobachtung, die auch die speziellen Förderbedarfe der Kinder erkennt. Die Auswertung ist Grundlage für Maßnahmen einer alltagsintegrierte Sprachbildung. Sie wird mit den Eltern besprochen und ist ein wichtiger Bestandteil der Bildungsdokumentation.

 

Praxistipp: Sprachförderliches Verhalten:

 

·        Das Kind wertschätzen, so wie es ist!

·        Korrektives Feedback (Dinge die nicht richtig gesprochen wurden im ganzen Satz wiederholen „ Die Lotte spielt mit dem Duplo.“)

·        Ausgerichtet an der Entwicklung und der Befindlichkeit des Kindes

·        Dinge benennen und ihnen so einen Namen geben

·        Auch neue Wortschöpfungen zulassen: „Der Mann, der auf dem Turm sitzt, ist der Besitzer.“

·        Das Kind muss genug Zeit haben, um sprechen zu können (nichts vorweg nehmen).

·        Blickkontakt halten ( wenn dies schwierig ist, ruhig auch sanft anfassen)

·        Es ist wichtig, eine offene und freundliche Körperhaltung einzunehmen

·        Das Gesprochene nicht bewerten „ Das hast Du falsch ausgesprochen“ oder „Sag das jetzt bitte richtig“.

·        Angemessene Lautstärke, Tempo und angemessene Betonung

Es ist wichtig, dass die Kinder mit viel Spaß und Freude sprechen, nur so können sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.